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Wieso jagen Katzen und wie beeinflusst das unser Leben.

Aktualisiert: 24. Dez. 2022

Katzen! Wir lieben sie! Vor allem, wenn sie unsere eigenen sind. Doch so sehr wir sie auch lieben, sind Konsequenzen damit verbunden Katzen in unserem Leben haben. Die meisten von uns kennen folgendes Szenario nur all zu gut: Die Katze wurde gefüttert und geht dann nach draußen, um die Natur zu erforschen und zu spielen, dann kehrt sie stolz mit ihrer neuesten Jagdtrophäe zurück. Die Trophäe findet man oft mitten im Wohnzimmer, hinter der Couch, auf dem Bettlaken oder man wird durch seltsame Geräusche im Küchenschrank überrascht. Besonders eklig ist es wenn man von einem faulen Geruch heimgesucht wird, der aus dem Nichts auftaucht. Trophäen werden nicht immer tot zurückgebracht. Die Beutetiere, die noch lebendig sind, verwandeln den Katzenbesitzer selbst in einen Jäger, der versucht, die Beute aus den schwierigsten Ecken des Hauses zu holen, um spätere finanzielle Ausgaben für Schädlingsbekämpfer zu vermeiden. Obwohl die Jagd für Katzen natürlich ist, sind die Folgen davon für den Seelenfrieden von uns Besitzern und auch für die Population der Wildtiere erheblich.


Wieso leben Katzen mit Menschen?

Vor etwa 10 000 Jahren begannen Katzen, freiwillig unter Menschen zu leben. Als Dörfer wuchsen und die Landwirtschaft effizienter wurde, wurden Nahrungsquellen geschaffen, die Nagetiere anlockten. Das wiederum brachte hungrige Katzen in die Dörfer und in die nahegelegenen Getreidesilos, wo sie zahlreiche Nagetiere jagten. Im Laufe der Jahrtausende gingen die Katzen Beziehungen zu den Menschen ein, die für beide Seiten von Vorteil waren. Aufgrund ihrer hervorragenden Jagdfähigkeiten waren sie auf Schiffen und in Ställen sehr nützlich, da sie die Nagetier- und Ungezieferpopulation im Allgemeinen sehr effektiv in Schach hielten.


Wieso jagen Hauskatzen?

Katzen sind die am weitesten entwickelten Jäger unter den Säugetieren. Die heutigen Hauskatzen haben die gleiche Statur wie Tiger und Löwen und sind sogar noch agiler als Großkatzen. Als geborene Raubtiere und um in freier Wildbahn zu überleben, ist es für Katzen unerlässlich, sich selbst zu versorgen und ihre eigene Nahrung zu jagen. Eine begrenzte Menge an Beutetieren bedeutete, dass nur die erfolgreichsten Jäger überlebten und sich entwickelten.


Hauskatzen verfügen über die gleichen Jagdfähigkeiten und instinktiven Jagdtrieb wie ihre grösseren Verwandten, wie Löwen und Tiger. Es ist ein natürlicher Teil ihres Erbguts, den sie von ihren Vorfahren geerbt haben. Katzenbesitzer sind oft frustriert, wenn ihre wohlgenährte Katze auf die Jagd nach Nahrung geht, die sie nicht braucht. Hunger spielt keine Rolle bei der Lust der Hauskatze, im Freien zu jagen, sie scheint jedoch große Freude und Motivation aus dieser Aktivität zu ziehen.


Die Konsequenzen

Verlust der Artenvielfalt

Dass Katzen jagen hat schwerwiegende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Es ist also nicht nur unangenehm, wenn Sie Ihre Katze mitten in der Nacht beim Spielen mit ihrer Beute entdecken. Eine scheinbar harmlose Aktivität unserer Katzen hat große Auswirkungen auf die Natur. Das Jagdverhalten von Hauskatzen wird relativ umfassend dokumentiert, auch wenn die Berechnung konkreter Zahlen mit Vorsicht zu genießen ist, da nicht immer vollständige Statistiken verfügbar sind.


Im Jahr 2010 wurde in einem kleinen Dorf in der Schweiz eine Studie durchgeführt, um festzustellen, wie oft eine Katze innerhalb eines Monats Erfolg bei der Jagd hatte. Anhand dieser Statistiken kamen die Forscher zu dem Schluss, dass in der Schweiz jeden Monat etwa 100'000 bis 300'000 Vögel von Katzen getötet werden.


Es ist erschreckend, wie viele kleine Säugetiere von Katzen getötet werden. Eine Studie aus dem Jahr 2013 errechnete, dass in den Vereinigten Staaten jedes Jahr bis zu 22,3 Milliarden kleine Säugetiere von Katzen getötet werden. Neuere Studien haben gezeigt, dass in den Vereinigten Staaten 2,4 Milliarden Vögel jährlich getötet werden. Unsere vierbeinigen Freunde sind also tödliche Raubtiere, unter denen die Artenvielfalt leidet und die sogar das Aussterben von verschiedenen Tierarten bedrohen.


Mit schätzungsweise 220 Millionen Hauskatzen auf der ganzen Welt sind Katzen vermutlich die Hauptursache für das Sterben von Vögeln in dicht besiedelten Gebieten. Die Zahl der Katzenadoptionen steigt seit 2010 stetig an, aber durch die Covid-19-Pandemie hat die Zahl der Hauskatzen dramatisch zugenommen, was eine noch größere Belastung für die Umwelt bedeutet.




Gesundheitliche Folgen

Das Jagen und Fressen von Beutetieren birgt viele gesundheitliche Risiken. Vor allem können sich Katzen bei der Jagd verletzen oder krank werden, wenn die gefangene Beute an einer Krankheit leidet.


Schließlich ist die Jagd ein Kampf um Leben und Tod, und die Beute wird alles tun, um der Katze zu entkommen. Vögel haben scharfe Schnäbel und Nagetiere haben scharfe Zähne, die eine Katze verletzen können. Das ist der Grund, warum Katzen mit ihrer Beute "spielen", bevor sie sie erlegen. Was für den Menschen so aussieht, als würde die Katze mit der Beute "spielen", ist in Wirklichkeit ein Prozess, bei dem sie das Tier ermüdet, indem sie mit den Pfoten auf die Beute einschlägt und herumwirft, damit sie das Tier schließlich sicher und unverletzt töten und fressen kann.


Wildtiere tragen oft Darmparasiten in sich. Wenn die Beute, die Ihre Katze jagt, krank ist, können die Parasiten, die sie in sich trägt, auf andere Haustiere oder Menschen übertragen werden. Diese Parasiten können bei Tieren und Menschen zu schweren Erkrankungen führen und Symptome wie Durchfall und Erbrechen verursachen.


Nagetiere können Träger anderer gefährlicher Krankheiten wie der Pest, der Leptospirose und des Hantavirus sein und auf die Katze oder direkt auf den Menschen übertragen werden, wenn sie mit einem kranken Tier in Kontakt kommen, das in die Wohnung gebracht wird.


Katzen können sich auf vielfältige Weise mit dem Toxoplasmose-Parasiten infizieren, nicht nur bei der Jagd. Auch wenn Ihre Katze keine Anzeichen einer Erkrankung zeigt, kann sie die Parasiten auf Sie übertragen.


Am häufigsten werden Parasiten übertragen, wenn man mit dem Katzenstreu in Berührung kommt oder wenn ein krankes Tier entsorgt wird. Da Parasiten schädlich sein können, insbesondere Toxoplasmose-Parasiten für schwangere Frauen, ist es immer empfehlenswert, Einweghandschuhe zu tragen und sicherzustellen, dass die tote Beute ordnungsgemäß entsorgt wird. Ebenfalls hilft es sich die Hände zu desinfizieren, nachdem ein totes Tier entsorgt oder die Katzentoilette gereinigt wurde.

Die Konsequenzen für die Katzenbesitzer

Das Jagdverhalten von Katzen hat nicht nur Auswirkungen auf andere Tiere, sondern auch direkte Folgen für ihre Besitzer. Es ist eine nur allzu bekannte Geschichte für Katzenbesitzer: Sie lassen Ihre Katze aus dem Haus, und wenn sie zum Abendessen nach Hause kommt, müssen Sie feststellen, dass sie Ihnen eine Maus, einen Vogel, eine Eidechse, einen Frosch oder ein sonstiges Tier mitgebracht hat.


Dieses Verhalten führt bei vielen Katzenbesitzern zu Frustration. In einer von uns durchgeführten Studie betonte die Mehrheit der Befragten, dass sie sich gestresst und angewidert fühlen, wenn ihre Katze Beute mit nach Hause bringt. Vor allem das Auffinden und Entsorgen der Überreste toter Tiere löst Ekel aus, und die schlaflosen Nächte, die mit aufwendigen Suchaktionen verbracht werden, um möglicherweise noch lebende Tiere zu finden, bedeuten Stress und Unannehmlichkeiten für die Katzenbesitzer. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Katzenhalter unter erhöhtem Stress leiden, der in Kombination mit dem Ekel vor dem Entsorgen von Beutetieren die Beziehung zwischen Katze und Halter beeinträchtigen kann.


Was können Sie dagegen unternehmen?

Wenn Ihre Katze Zugang zur Natur hat, ist es nicht möglich, sie vollständig vom Jagen abzuhalten, denn der Jagdinstinkt ist bei jeder Katze angeboren, so dass sie dem Flügelschlag eines Vogels oder dem Rascheln einer kleinen Maus im Gebüsch nicht widerstehen kann. Es gibt jedoch Möglichkeiten, den Jagdtrieb zu verringern oder die Erfolgsquote beim Jagen zu senken:


  • Bieten Sie Ihrer Katze Spielmöglichkeiten und Außenbereiche, die ihr Interesse wecken und sie unterhalten.

  • Spielen Sie mit ihrer Katzen so, dass sie das Jagen nachahmt, und geben Sie ihr dann zur Belohnung ein Leckerli.

  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und stellen Sie sicher, dass sie regelmäßig kleine, proteinreiche und abwechslungsreiche Mahlzeiten vorbereiten, die echtes Fleisch enthalten, da Katzen strikte Fleischfresser sind und Fleisch für ein gesundes Leben benötigen.

  • Versuchen Sie, Ihrer Katze frisches Fleisch anzubieten. Das hilft oft, ihr Bedürfnis nach dem Geschmack von Blut zu stillen, den sie beim Töten ihrer Beute bekommt.

  • Lassen Sie Ihre Katze nachts nicht aus dem Haus, da die meisten Beutetiere nachts am aktivsten sind.

  • Legen Sie Ihrer Katze ein reflektierendes Halsband mit einer Glocke an, damit die Beutetiere die Katze leichter erkennen und ein Versteck finden können.


Fazit

Dass Katzen Beutetiere jagen hat also erhebliche Konsequenzen. Unter anderem sind das der Verlust der Artenvielfalt und die Beeinträchtigung der physischen und psychischen Gesundheit der Katze und ihres Besitzers. Pawly konzentriert sich auf den Besitzer und möchte einige der Folgen, die durch die Beutejagd von Katzen verursacht werden, verringern. Vor allem möchte Pawly den Stresspegel von Katzenbesitzern*innen senken und ihnen einen ruhigen Schlaf ermöglichen, ohne dass man von der Katze, die mit der frisch gefangenen Beute spielt, geweckt wird. Mit der speziell dafür entwickelten, intelligenten Katzentür von Pawly wollen wir diese Folgen minimieren. Mehr über diese einzigartige Lösung erfahren Sie im nächsten Blog, bis dahin können Sie hier auf unserer Website mehr über das Produkt erfahren:


Möchten Sie mehr über dieses Thema lesen? Dieser Artikel der New York Times könnte Sie interessieren.

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